Fracking verunreinigt Trinkwasser

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Fracking verunreinigt Trinkwasser

Fracking verunreinigt Trinkwasser

Wie Wissenschaftler der der Duke University in Durham im US-Bundesstaat North Carolina bei Analysen von Wasserproben aus 141 Brunnen feststellten, ist Trinkwasser in der Nähe von Fracking-Anlagen zur Gasförderung aus gesteinsgebundenem Erdgas (Schiefergas), überdurchschnittlich häufig mit Methan, Ethan und Propan verunreinigt.

Fracking ist ein Verfahren zur Erdgasgewinnung, bei dem in sehr tiefe Gesteinsschichten gebohrt wird und ein Gemisch aus Wasser sowie verschiedenen gefährlichen Chemikalien unter hohem Druck in das Erdreich gepresst wird. Dabei entstehen Risse und kapilare Kanäle im Gestein. Die freiwerdenenen Gase treten nach dem Abpumpen der Frackingflüssigkeit aus und werden gewonnen. Die möglichen Schäden für die Umwelt und insbesondere für darüberliegende Wasserschichten sind nich unerheblich. Einerseits können Chemikalien ins Grundwasser gelangen, andererseits wird auch häufig beobachtet, dass Schiefergas in das Leitungswasser übergeht. Bilder und Videos, wonach das Leitungswasser mit einem Feuerzeug entzündet werden kann, sprechen für sich und lassen sich im Internet zu Hauf finden.

Die Forscher um Robert Jackson analysierten Wasserproben aus 141 Brunnen und fanden dabei in 115 Proben Metan. 40 weitere Proben waren mit Ethan und 10 mit Propan verunreinigt. Das Team hatte Proben von privaten Brunne aus dem Norden Pennsylvanias untersucht. Einer Region mit sehr großen Vorkommen an Schiefergas. Bereits in vorangegangenen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass durch Fracking eine Kontamination des Grundwassers mit Methan erfolgt. Die neuerliche Studie beweist nun, dass auch Ethan und Propan das Grundwasser verunreinigen. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass die Anreicherung des Wassers durch das Fracking hervorgerufen wird. 

In Deutschland gibt es ebenfalls Bestrebungen das Fracking-Verfahren zur Erdgasgewinnung gewinnbringend einzusetzen. Bislang wurden die Bestrebungen der handelnden Firmen weitestgehend verhindert. Einige Probebohurungen zeigen jedoch, dass der Einsatz dieses Verfahrens wirtschaftlich sehr interessant ist. Daher ist die Lobby der Mineralölkonzerne natürlich bestrebt Ihre Ziele umzusetzen. Geplant sind Förderungen in Gebieten die reichlich Schiefergas-Vorkommen enthalten. Insbesondere in Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen und Bayern werden große Vorkommen vermutet. 

Die Risiken für Grundwasser und Trinkwasser werden dabei in Kauf genommen, obwohl sie nicht beherschbar sind. Es gibt keine Sicherheit für dieses Verfahren, das wissen auch die handelnden Firmen und Politiker. Doch die Profitaussichten wiegen für sie einfach stärker als die Bewahrung unserer Lebensgrundlage.

Bleibt abzuwarten wie die Politik mit diesem Thema umgeht und ob die zahlreichen Bürgerproteste Gehör finden.

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